Digital Storytelling

Jedes Kind soll die Möglichkeit haben, Zweitzeug*in zu werden. Aktuell ist dies jedoch nur für diejenigen möglich, deren Lehrer*innen oder Betreuer*innen einen Workshop beim Verein buchen. Das soll unser erstes digital storytelling ändern: Auf der Webseite www.werde-zweitzeuge.de können junge Menschen ab 12 Jahren selbstständig multimedial (bisher) die Lebensgeschichte des Holocaust-Überlebenden Rolf Abrahamsohn entdecken. 

Zielgruppe

Das Projekt »Werde Zweitzeug*in« soll insbesondere Kinder und Jugendliche ab dem 12. Lebensjahr (7. Jahrgangsstufe) aus sozial benachteiligten Stadtteilen erreichen, die aufgrund ihrer sozialen Herkunft und/oder anderen Benachteiligungen von traditionellen Bildungsangeboten unzureichend erreicht werden. Auf diese Weise kann der Verein effektiv Chancengleichheit unterstützen, mehr Kinder und Jugendliche erreichen und Hand in Hand mit der bestehenden Antirassismusarbeit vor Ort gehen.

Gleichzeitig ist diese erste digitale Variante unserer Interviews eine Möglichkeit, unsere Zielgruppe dort zu erreichen, wo sie unterwegs ist und unser analoges Angebot zu ergänzen. 

www.werde-zweitzeuge.de

Unser Didaktisches Konzept für www.werde-zweitzeugin.de

01

Herz

Mitgefühl wecken | Die Kinder und Jugendlichen lernen eine digitale Lebensgeschichte kennen: durch kurze Videos der*des Zweitzeug*in, durch Illustrationen und Texte – sowie durch Audio-Aufnahmen aus unseren Gesprächen. So soll eine persönliche Nähe zum*zur Zeitzeug*in und seiner*ihrer Lebensgeschichte ermöglicht werden. Die jungen Menschen werden intuitiv angesprochen und können die Überlebensgeschichte mitfühlen.

02

Kopf

Wissen und Verständnis | Zum Verständnis der damaligen Situation lernen die Kinder und Jugendlichen im Verlauf der Lebensgeschichte auch über die Zeit des Nationalsozialismus, die NS-Verfolgung verschiedener Gruppen und den Zweiten Weltkrieg. An ausgewählten Stellen der Geschichte werden Anknüpfungspunkte in Form von zusätzlichen Informationsebenen und einem Glossar angeboten. Interaktive Fragestellungen innerhalb der Lebensgeschichte regen außerdem zum Nachdenken an und unterstützen die Übertragung in die eigene Lebenswelt.

03

Hand

Unsere Aufforderung: »Werde Zweitzeug*in« | Auf der »Hand«-Ebene wird den Kindern und Jugendlichen erklärt, was es bedeutet, Zweitzeug*in zu sein. Das Digital Storytelling ist zeitlich nicht auf ein Proejkt begrenzt und ermöglicht somit eine individuelle Auseinandersetzung mit der Lebensgeschichte. Auf der Seite werden Kinder und Jugendliche ermutigt, die Geschichte selbst weiterzuerzählen, einen Brief als Antwort zu schreiben oder ZWEITZEUGEN in ihre Bildungseinrichtung einzuladen.

Entsprechend der Zielgruppe wurde die Anwendung speziell für Tabletts und Mobile Endgeräte entwickelt.
Ruth-Anne erzählt in kurzen Videos als Zweitzeugin Ausschnitte aus Rolf Abrahamsohns Lebengeschichte.

Unterstützer*innen

Wir danken den Dortmunder Partner*innen für die Unterstützung und Möglichmachung dieses Piloten: 

  • Stadt Dortmund
  • Dortmund Stiftung
  • Ingrid und Reinhard Wederhake Stiftungsfond – Zukunft braucht Erinnerung
  • Signal Iduna

Teamvorstellung

BILDUNGSREFERENTIN

Charlotte Fricke

Charlotte besucht für ZWEITZEUGEN e.V. schon seit mehreren Jahren Schulen, um dort Kindern und Jugendlichen die Lebensgeschichten unserer Zeitzeug*innen zu erzählen. Schüler*innen schon ab der vierten Klasse stark gegen Antisemitismus und Rassismus zu machen, ist ihr als Grundschullehrerin eine Herzensangelegenheit. Die Digitalisierung der Lebensgeschichte von Rolf Abrahamsohn ist deshalb für sie ein Traumprojekt, das noch mehr Menschen Zugang zu den wichtigen Lebensgeschichten verschaffen kann. Dafür schreibt sie u.a. Texte, die in Verbindung mit den anderen Elementen durch die digitale Lebensgeschichte führen.

Design

Lisa Köhler

Durch meine langjährige Arbeit für ZWEITZEUGEN e.V. durfte ich schon einige Lebensgeschichten von Zeitzeug*innen des Holocaust kennenlernen. Ich freue mich, durch meine Arbeit als Grafikerin dazu beizutragen, dass die wichtigen Lebensgeschichten leichter zugänglich werden und somit immer mehr Kinder und Jugendliche motiviert werden, sich gegen Rassismus und Antisemitismus stark zu machen.

Illustrationen

Eva Künzel

Unsere Illustratorin Eva zeichnet wunderbare Illustrationen zu Rolfs Geschichte. Diese werdet ihr bald online kennenlernen können. Wir haben Eva gefragt, was sie an dieser Arbeit so begeistert: »Während Rolf Abrahmsohn die Kraft aufbringt in Schulklassen zu gehen und dort von seinen traumatischen Erlebnissen im Holocaust zu erzählen, ist meine Aufgabe seine Geschichte zu bebildern der kleinste Beitrag, den ich gegen das Vergessen und für die Stärkung der Demokratie leisten kann.«

Mehr von Eva findet ihr unter http://www.evakuenzel.de/

PROGRAMMIERUNG

Alphanauten

Die Digital-Agentur aus dem Ruhrgebiet hat unsere Seite programmiert. Sie sind spezialisiert auf alle Arten von Online-Shops, Websites und Online-Marketing-Dienstleistungen wie Suchmaschinenoptimierung (SEO) oder Social Media Marketing (SMM).

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