UNSER NEUER NAME: ZWEITZEUGEN e.V.

HEIMATSUCHER e.V. WIRD ZWEITZEUGEN e.V.: Der Begriff »Zweitzeuge« steht seit Jahren für unser Bildungskonzept – (junge) Menschen ab zehn Jahren erinnern die persönlichen Geschichten der Zeitzeug*innen und geben sie weiter. Sie verstehen, wozu Antisemitismus und Rassismus führen können und überdenken Vorurteile. Als Zweitzeug*innen setzen wir alle uns aktiv für eine tolerante Gesellschaft ein.

Warum die Umbenennung jetzt nach zehn Jahren?

Vor zehn Jahren reisten Sarah Hüttenberend und Anna Damm, im Rahmen eines selbst konzipierten Studienprojektes, nach Israel. Ihr Ziel: Holocaust-Überlebende zu treffen und zu erfahren, wie sie es schafften nach 1945 weiterzuleben. Sie lernten zehn Zeitzeug*innen kennen, hörten ihnen zu, als sie (teilweise zum ersten Mal) ihre persönliche Lebensgeschichte erzählten. Sarah und Anna dokumentierten die Geschichten und fotografierten die Überlebenden. Sie gewannen durch diese Begegnungen neue Freund*innen. Tief berührt kamen sie zurück nach Deutschland, um dort als Zeuginnen der Zeitzeug*innen vielen weiteren Menschen von ihren Begegnungen und den persönlichen Zeitzeugnissen zu erzählen bis heute. Denn ihnen war sofort klar: Diese Geschichten dürfen niemals vergessen werden! Der Grundstein unseres Projektes »HEIMATSUCHER« war gelegt.

Der Name »HEIMATSUCHER« beschreibt die von uns interviewten Zeitzeug*innen und was sie verbindet: Sie haben im Zweiten Weltkrieg ihre Heimat verloren und sich nach 1945 auf die Suche nach einer neuen begeben – Sie waren Heimat-Suchende (und sind es zum Teil noch heute).

Dozent*innen und Freund*innen erkannten das große Potenzial des Projekts und in zehn Jahren entwickelte sich aus der Idee von zwei jungen Frauen und den zehn Überlebensgeschichten der gemeinnützige Verein HEIMATSUCHER e.V. mit inzwischen mehr als 100 Ehrenamtlichen, hauptamtlichen Stellen und nunmehr 37 geführten Interviews. Im Fokus unserer Arbeit steht die besondere Art der Weitergabe dieser Überlebensgeschichten: unser »Zweitzeug*innen-Konzept«.

So entwickelte sich das Projekt Jahr für Jahr in kleinen Schritten weiter. Mit der Umbenennung des Vereins möchten wir den Begriff »Zweitzeugen« stärken und von der Eindeutigkeit des Begriffs profitieren. Dies führt unser Handeln zusammen: Denn die Menschen, die wir erreichen, und auch uns selbst, bezeichnen wir schon lange als Zweitzeug*innen. ­ ­

Wofür steht »Zweitzeugen«?

Wir ermutigen mit (Über)Lebensgeschichten des Holocaust (junge) Menschen jeder Bildungsbiographie dazu, sich vertieft mit der Geschichte des Nationalsozialismus auseinanderzusetzen- und aktiv gegen Antisemitismus und Rassismus im Heute einzutreten. Jeder Mensch in Deutschland kann Zweitzeug*in werden und eine aktive Rolle in der Erinnerungskultur einnehmen wir wollen dafür die Möglichkeit bieten. Mit unserem Bildungskonzept möchten wir eine Antwort unserer Generation auf die weniger werdenden Zeitzeug*innen des Holocaust und Nationalsozialismus geben. Die Erinnerung zu bewahren ist keine Verantwortung, die in den Händen der Zeitzeug*innen liegen sollte.

Welche Veränderung geht mit der Umbenennung für die Vereinsarbeit einher?

Die Namensänderung bedeutet keine inhaltlichen Änderungen unserer Vereinsarbeit. Vielmehr folgt die Umbenennung der Vereinsentwicklung der letzten 10 Jahre und beschreibt nicht nur unser Wachstum von einem Studierenden- hin zu einem Bildungs- und Erinnerungsprojekt mit einzigartigem Konzept. Der neue Name ZWEITZEUGEN e.V. weist für uns vor allem in die Zukunft und trifft, wofür wir uns in der Gesellschaft engagieren: Jeder Mensch soll zum*zur Zweitzeug*in werden können, sich erinnern und die Möglichkeit finden sich aktiv für eine demokratische Gesellschaft einzusetzen.

Der neue Vereinsname schließt die Zeitzeug*innen, also die Heimatsucher nicht aus, denn ohne ihre persönlichen Geschichten und die Schilderungen ihrer Erfahrungen könnte es keine Zweitzeug*innen geben. Das Fundament unseres Vereins bleibt von der Umbenennung unberührt. Doch der neue Name bezeichnet unsere Arbeit präzise und wir sind mutig, jetzt neue Schritte zu gehen. Wir sind die Zweitzeug*innen und wollen als solche gemeinsam mit vielen anderen eine tolerante Gesellschaft mitgestalten!

Wie kann eine Kooperation mit ZWEITZEUGEN e.V. aussehen?

Wie Ihr mit uns arbeiten, uns buchen, uns unterstützen und Teil der ZWEITZEUGEN-Bewegung werden könnt:

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Was macht ZWEITZEUGEN e.V.?

Wir von ZWEITZEUGEN e.V. interviewen Zeitzeug*innen des Holocausts, dokumentieren ihre Geschichten und erzählen sie dann in Workshops und unserer Ausstellung weiter. Der Überlebende Elie Wiesel sagte einmal: »Jeder der heute einem Zeitzeugen zuhört, wird selbst ein Zeuge werden.« Und so sehen wir unseren Auftrag darin, als »Zweitzeug*innen«, (junge) Menschen stark gegen jegliche Art von Rassismus und Antisemitismus zu machen. ZWEITZEUGEN e.V. ist laut § 78 SGB VIII anerkannter Träger der freien Jugendhilfe.

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