Briefe gegen das Vergessen

Wir möchten gerne etwas zurückgeben und dem Schrecken Positives entgegen setzen. Die Briefe von den Kindern und Jugendlichen an die Überlebenden berühren uns regelmäßig. Wir möchten diese in einem lebendigen, ständig wachsenden Denkmal gegen das Vergessen sammeln.

Mitgefühl, Hoffnung und Ermutigung

Dass unsere Arbeit tatsächlich Mitgefühl, Hoffnung und Ermutigung zu tolerantem Handeln hervorruft, haben wir 2014 in einer Analyse von 56 Briefen bestätigt gefunden. Die Kinder drücken in ihren Briefen ihr Mitgefühl aus. Es wirkt umso stärker, da wir für das Schreiben der Briefe keine Vorgaben gemacht haben.

Das Ziel: Wir wollen 100.000 Briefe veröffentlichen. Bis jetzt haben wir 3.500 Briefe verschickt. Wir laden jede*n, der*die von den Überlebensgeschichte der Zeitzeug*innen ergriffen ist, einen Brief zu schreiben und Teil unserer Mission zu werden.

Wenn Du jetzt erst einmal gar nicht weißt, was Du in Deiner Mail oder Deinem Brief schreiben willst oder darfst, können wir Dich direkt beruhigen: Formuliere einfach genau das, was Du denkst!

Du kannst deinen Brief als Text in einer Mail oder gescannt im Anhang der Mail an uns senden (briefe@zweitzeugen.de) oder Deinen Brief per Post senden an: ZWEITZEUGEN e.V., Postfach 1880, 32218 Bünde.

Ein kleiner Hinweis

Bitte stecke den Brief nicht in einen Extra-Umschlag. Wir schauen uns die Briefe an, um unsere Zeitzeug*innen vor unangemessenen oder beleidigenden Formulierungen zu schützen. Bitte habe auch Verständnis dafür, dass die Zeitzeug*innen nicht jeden erhaltenen Brief beantworten können.

Darauf solltest du achten

  • Was Du schreiben kannst

    Kinder empfinden diese Aufgabe meist noch ganz frei und schreiben einfach: »Cool, dass du überlebt hast«, oder »Danke für deine Geschichte.« Vielleicht hilft es Dir, genau solch einfache Gedanken niederzuschreiben. Nur Briefe mit Beleidigungen leiten wir nicht weiter. Wenn Kinder und Jugendliche am Ende unserer Bildungsprojekte Briefe an die Zeitzeug*innen verfassen, helfen Ihnen zudem häufig die Fragen: »Was hat Dich an der Geschichte besonders berührt?«, »Was möchtest Du der*dem Zeitzeug*in mit auf den Weg geben?«

  • Wer bist Du?

    Für die Überlebenden ist es natürlich spannend, auf welchem Wege Du von der Geschichte der Person gehört hast und woher Du selber kommst. Manchmal werden wir auch gefragt, wie alt der*die Briefeschreiber*in ist.

  • Ansprache

    Ansprechen kannst Du den*die Zeitzeug*in auf verschiedene Weise. Kinder sind auch hier sehr frei und wir freuen uns, wenn Du den Brief so verfasst, wie Du Dich wohlfühlst. Schreibe ihn*sie mit Nachnamen oder Vornamen und Sie oder Du an.

  • Brieflänge

    Egal wie lang Dein Brief ist, ob drei Zeilen oder drei Seiten, er wird wunderbar sein und der*die Zeitzeug*in wird sich über jede Reaktion freuen!

Beispiele für Briefe gegen das Vergessen