Zweitzeug*innen im Sport
Zweitzeug*innen Coaching
Sport steht für Teamgeist, Fairplay und Respekt und ist damit ein wichtiger Begegnungsort, an dem (junge) Menschen Gemeinschaft erleben und Haltung vorgelebt bekommen. Damit diese Werte auch im Umgang mit Antisemitismus und Diskriminerung im Vereinsalltag wirksam werden, braucht es Sensibilität, Wissen und konkrete Handlungsmöglichkeiten. Genau hier setzt unser Angebot an und richtet sich gezielt an Trainer*innen und Übungsleiter*innen.
Auf Grundlage des ZWEITZEUGEN-Konzepts verbinden wir die Erinnerung an die Verbrechen des Nationalsozialismus mit der Verantwortung für heutiges Handeln. Wir vermitteln Wissen, fördern eine klare Haltung und stärken konkrete Handlungskompetenzen im Umgang mit Antisemitismus und Diskriminierung im Sport. Im Fokus stehen dabei Präventionsmaßnahmen und Biografien jüdischer Sportler*innen. Ihre Biografien machen Geschichte greifbar(er) und helfen dabei, eine Brücke ins Heute zu schlagen: Wie sah Antisemitismus damals und heute aus, warum ist das Thema noch relevant, und was können wir ganz konkret bei uns im Verein tun?
Das Angebot findet in Kooperation von ZWEITZEUGEN e.V. und Zusammen1, der Bildungsabteilung des jüdischen Dachsportverbands MAKKABI Deutschland, statt. Gemeinsam entsteht ein niedrigschwelliges Bildungsangebot, das die erinnerungsbasierte Bildungsarbeit von ZWEITZEUGEN mit der langjährigen Erfahrung von Zusammen1 in der antisemitismuskritischen Präventionsarbeit im Sport verbindet.
Die Teilnehmenden:
- lernen (Über)Lebensgeschichten jüdischer Sportler*innen kennen ,
- erwerben Wissen über historische und aktuelle Erscheinungsformen von Antisemitismus,
- stärken ihre antisemitismuskritische Haltung,
- entwickeln Handlungssicherheit im Umgang mit diskriminierenden Vorfällen,
- erhalten Impulse, eigene Projekte gegen Antisemitsmus und Diskrimierung umzusetzen.
Formate und Ablauf
Möglich sind Kurzschulungen ab 90 Minuten, mehrstündige Fortbildungen (3-6 Stunden) oder mehrteilige Intensivformate. Zeitrahmen und Inhalte werden bedarfsorientiert abgestimmt.
Für eine wirkungsvolle Auseinandersetzung mit der Thematik empfehlen wir nach Möglichkeit ein längeres Format. Kompakte Einstiege (z.B. von 90 Minuten) eignen sich, um erste Impulse zu setzen, zu sensibilisieren und bei Bedarf vertiefende Angebote anzuschließen.
Mehr über das Projekt erfahren
In unserem Newsbeitrag stellen wir das ›Zweitzeug*innen Coaching‹, den Projektansatz und die Hintergründe ausführlicher vor.
ZWEITZEUGEN-Fachstelle für antisemitismuskritische Holocaust Education
Die Fachstelle von ZWEITZEUGEN e.V. begleitet Fachkräfte in der außerschulischen Bildungsarbeit dabei, eigene Projekte rund um das Thema antisemitismuskritische Holocaust Education umzusetzen - im Kontext Sport und darüber hinaus.
Im Mittelpunkt steht die Übertragung des bewährten und ausgezeichneten ZWEITZEUGEN-Konzepts in die außerschulische Bildungsarbeit. Wir arbeiten mit den Menschen, die die Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen neben Schule und Elternhaus entscheidend prägen. Die ZWEITZEUGEN-Fachstelle begleitet sie darin, (Über)Lebensgeschichten von Zeitzeug*innen in ihre Vereine, Jugendzentren oder Initiativen zu bringen, und ihre Zielgruppen stark zu machen gegen Antisemitismus und Diskriminierung.
Die Zusammenarbeit orientiert sich am jeweiligen Bedarf und kann unterschiedlich umfangreich gestaltet werden – von ersten fachlichen Impulsen bis hin zu längerfristiger Begleitung. Gemeinsam gestalten wir ein Format, das zu dem jeweiligen Wirkungsort passt: Niedrigschwellig, mit Sportbezug oder ohne, und passend für die Zielgruppe.
Mögliche Angebote sind:
- Fort- und Ausbildungen
- Kurzschulungen
- Inhouse-Schulungen
- Informationsveranstaltungen und Vorträge
- Publikationen
- Individuelle Beratung und Begleitung
DEINE Ansprechpartnerin
Du bist Trainer*in, Übungsleiter*in, Fachkraft in der außerschulischen Bildung oder Multiplikator*in und möchtest mehr über unsere Angebote erfahren? Dann melde dich bei uns. Gemeinsam klären wir, welches Format zu deinem Verein, deiner Einrichtung oder deinem Arbeitskontext passt.
Zoë Hars
Förderpartner*innen
Das ›Zweitzeug*innen Coaching‹ wird durch die Alfred Landecker Foundation gefördert.