Projektstart: Zweitzeug*innen Coaching – Neue Schulungen für die Sportlandschaft

Im April 2026 starten wir das Projekt  »Zweitzeug*innen Coaching« und bauen damit unsere Holocaust Education und antisemitismuskritische Bildungsarbeit gezielt für den Breitensport aus. Im Fokus stehen kompakte Schulungen für Übungsleiter*innen und Trainer*innen im Breitensport, die auf niedrigschwellige Weise Holocaust Education mit konkreten Präventions- und Interventionsmöglichkeiten gegen Antisemitismus und Diskriminierung verbinden

Sportvereine sind zentrale Orte des gesellschaftlichen Miteinanders. Hier werden Werte vermittelt, Gemeinschaft erlebt und Haltungen geprägt. Gleichzeitig zeigt sich auch im organisierten Sport: Antisemitismus stellt eine reale und häufig unterschätztes Problem dar. Neben offenen Vorfällen treten insbesondere subtile Formen auf – etwa in Form von  Codes oder gruppendynamischen Prozessen. Diese sind für Übungsleiter*innen und Trainer*innen oft schwer einzuordnen. Im Umgang mit solchen Situationen besteht häufig Unsicherheit: Es fehlen konkrete Handlungsstrategien, sprachliche Sicherheit sowie Orientierung im Spannungsfeld zwischen notwendiger Intervention und dem Erhalt einer funktionierenden Gruppendynamik.

Handlungssicherheit für Trainer*innen

Genau hier setzt das »Zweitzeug*innen Coaching« an. Ziel ist es, Übungsleiter*innen und Trainer*innen in ihrer Rolle als pädagogische Bezugspersonen zu stärken und ihnen Sicherheit im Umgang mit antisemitischen und diskriminierenden Situationen zu vermitteln. Die Teilnehmenden werden sensibilisiert, Antisemitismus in ihrem alltäglichen Wirkfeld – im Sport – zu erkennen, historisch und gegenwartsbezogen einzuordnen und seine Auswirkungen auf Betroffene sowie das gesellschaftliche Miteinander zu verstehen. Darauf aufbauend werden sie darin unterstützt, eine klare Haltung gegen Antisemitismus und jede Form von Diskriminierung zu entwickeln und diese aktiv im Vereinsalltag zu vertreten.

Der ZWEITZEUGEN-Ansatz

Ein zentraler Bestandteil ist die Einbettung in den historischen Kontext durch niedrigschwellige Holocaust Education.Biografische Zugänge im Sinne der ZWEITZEUGEN Bildungsarbeit ermöglichen einen emotionalen und reflexiven Zugang, der über reine Wissensvermittlung hinausgeht. Die Auseinandersetzung mit Lebensgeschichten von Zeitzeug*innen schafft Bezüge zur eigenen Lebenswelt und macht deutlich, dass Antisemitismus kein abgeschlossenes historisches Phänomen ist, sondern bis in die Gegenwart wirkt. Daraus entsteht ein Bewusstsein für die eigene Verantwortung – auch und gerade im Sport.

Jetzt ein Zweitzeug*innen-Coaching buchen

Die Konzeptions- und Aufbauphase läuft von April bis Juni 2026. Die ersten Workshops starten ab Juli 2026. Unterschiedliche Formate können individuell angefragt werden. Die Durchführung und Vorbereitung der Workshops erfolgt in enger Absprache und Austausch. Eine Anmeldung ist ab sofort möglich. Mit dem Projekt  »Zweitzeug*innen Coaching« leisten wir. einen wichtigen Beitrag dazu, Erinnerungskultur in die Gegenwart zu tragen und demokratische Werte im Sport nachhaltig zu stärken. 

Ihre Ansprechpartnerin

Zoë Hars

Bildungsreferentin für Bildungsarbeit im Sport

Zoe.Hars@zweitzeugen.de

Kooperations- & Förderpartner*innen

Enger Kooperationspartner des Projekts ist Zusammen1, das Bildungsprojekt von Makkabi Deutschland.

Gefördert wird »Zweitzeug*innen Coaching« durch die Alfred Landecker Foundation.