Hauptpreis für unsere digitale Erinnerungsarbeit

Unsere Digitale Storytelling- & Lernplattform ›Werde Zweitzeug*in‹ und unser Podcast ›Geschichten, die bleiben‹ wurden mit einem der vier Hauptpreise der Initiative Medien in NRW für Demokratie und Zusammenhalt ausgezeichnet.

 

Persönliche Lebensgeschichten können unsere Gesellschaft verändern. Deshalb bewahren wir die Lebensgeschichten von Holocaust-Überlebenden und tragen sie weiter – auch digital. Mit unserer Digitalen Storytelling- & Lernplattform ›Werde Zweitzeug*in‹ und unserem Podcast ›Geschichten, die bleiben‹ schaffen wir niedrigschwellige Zugänge zu Erinnerungskultur und ermutigen und befähigen Menschen, sich als Zweitzeug*innen gegen Antisemitismus und Diskriminierung im Heute einzusetzen. Mit dem Wettbewerb würdigt die Landesanstalt für Medien NRW medienbezogene Projekte und Kampagnen, die Demokratie und gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken sowie zu einer sachlichen und respektvollen Debattenkultur beitragen.

Große Freude über die Auszeichnung: Christoph Claus, Sarah Hüttenberend und Lisa Tebbe nach der Verleihung des Hauptpreises der Initiative Medien in NRW für Demokratie und Zusammenhalt.

Eine besondere Anerkennung unserer Arbeit

Diese Auszeichnung freut uns besonders, weil sie genau das würdigt, was unsere Arbeit ausmacht: Wir bewahren die Lebensgeschichten von Holocaust-Überlebenden, tragen sie weiter und befähigen insbesondere junge Menschen, sich als Zweitzeug*innen gegen Antisemitismus und Diskriminierung im Heute einzusetzen. In ihrer Begründung schreibt die unabhängige Jury:

»ZWEITZEUGEN e.V. wird für sein eindrucksvolles Engagement ausgezeichnet, junge Menschen durch innovative und digitale Formate wie die Lernplattform ›Werde Zweitzeug*in‹ und den Podcast ›Geschichten, die bleiben‹ für Verantwortung und Haltung zu sensibilisieren. Durch das Weitertragen persönlicher Geschichten von Holocaust-Überlebenden macht der Verein Erinnerung lebendig und stärkt Empathie und demokratische Werte. So setzt er ein kraftvolles Zeichen gegen Antisemitismus, Rechtsextremismus und Diskriminierung und für ein respektvolles Miteinander..«

Dr. Petra Gerlach

Diese Anerkennung bedeutet uns sehr viel. Sie bestärkt uns darin, unsere Arbeit fortzusetzen und noch mehr Menschen für Erinnerungskultur, Demokratie und gesellschaftliche Verantwortung zu begeistern.

Digitale Bildungsangebote für Erinnerung und Verantwortung

Unsere digitalen Bildungsangebote machen Erinnerungskultur unabhängig von Ort und Zeit erlebbar. Sie schaffen niedrigschwellige Zugänge zu den Lebensgeschichten von Holocaust-Überlebenden und ergänzen unsere Bildungsarbeit um neue Möglichkeiten, Geschichten weiterzutragen, Wissen zu vertiefen und Menschen langfristig zu erreichen.

Auf unserer Lernplattform ›Werde Zweitzeug*in‹ laden wir Menschen dazu ein, selbst zu Zweitzeug*innen zu werden. Nutzer*innen können Zeitzeug*innen des Holocaust und der Zeit des Nationalsozialismus kennenlernen, sich mit Antisemitismus im Gestern und Heute auseinandersetzen sowie eindrucksvolle Beiträge anderer Zweitzeug*innen entdecken.

In unserem Podcast ›Geschichten, die bleiben‹ erzählen Zweitzeug*innen aus dem Leben der Zeitzeug*innen und von ihren persönlichen Begegnungen mit ihnen. Ergänzt durch Originalzitate aus den Interviews mit den Zeitzeug*innen tragen sie deren Erfahrungen weiter und laden dazu ein, selbst Zweitzeug*in zu werden.

So entstehen digitale Räume, in denen Erinnerungsarbeit nicht nur vermittelt, sondern erfahrbar wird – nahbar, zugänglich und verbunden mit der Frage, was die Lebensgeschichten der Zeitzeug*innen für unser Handeln im Heute bedeuten.

Sarah Hüttenberend und Christoph Claus nahmen den Hauptpreis der Initiative Medien in NRW für Demokratie und Zusammenhalt stellvertretend für ZWEITZEUGEN entgegen.

Preisverleihung beim Festival ›LAUT & KLAR‹

Die offizielle Preisverleihung fand am 2. Juli 2026 im Rahmen des Tagesfestivals ›LAUT & KLAR‹ der Landesanstalt für Medien NRW statt. Stellvertretend für unser Team nahmen Sarah Hüttenberend und Christoph Claus den Preis entgegen. 

Wir bedanken uns herzlich bei der Landesanstalt für Medien NRW und der unabhängigen Jury für diese besondere Auszeichnung. Unser Dank gilt ebenso allen Zeitzeug*innen und ihren Familien, Zweitzeug*innen, Unterstützer*innen, Förderpartner*innen und Wegbegleiter*innen, die unsere Arbeit möglich machen.

Gemeinsam bewahren wir die Lebensgeschichten von Holocaust-Überlebenden, tragen sie weiter und ermutigen und befähigen Menschen, selbst Zweitzeug*innen zu werden.