
Interview-Magazin von Monica Heller
Mit diesem Interview erweitern wir unsere Arbeit um Gespräche mit Nachkommen von Überlebenden und Ermordeten des Holocausts. Sie erzählen ihre eigene Lebensgeschichte und geben zugleich die Geschichte ihrer Familie weiter. Diese Perspektiven machen sichtbar, wie Erfahrungen der ersten Generation in Familien fortwirken – über Entscheidungen, Haltungen und biografische Prägungen hinweg.
Über Monica Heller
Monica Heller wurde 1955 in Montréal geboren. Sie ist Professorin für Linguistik und Anthropologie und beschäftigt sich in ihrer wissenschaftlichen Arbeit mit Sprache, Machtverhältnissen und gesellschaftlicher Verantwortung.
Im Interview spricht Monica Heller darüber, wie die Geschichte ihrer Familie ihren eigenen Lebensweg geprägt hat und wie Erfahrungen von Verfolgung und Flucht sich bis heute in Haltungen, Denkweisen und Entscheidungen niederschlagen.
Über Gottfried Fuchs
Gottfried Fuchs, geboren 1889 in Karlsruhe, war einer der erfolgreichsten Fußballspieler seiner Zeit und später Unternehmer.
Ab 1933 war er als Jude der Verfolgung durch die Nationalsozialist*innen ausgesetzt. In den folgenden Jahren verschärfte sich die Bedrohung so weit, dass er 1937 gemeinsam mit seiner Familie zur Flucht gezwungen war.
Die Flucht führte über die Schweiz und Frankreich nach Kanada, wo Gottfried Fuchs der nationalsozialistischen Verfolgung entkam und im Exil überlebte.
»Das generationenübergreifende Trauma ist eine Sache, oder? Ich meine, ich bin mit der Angst aufgewachsen, dass die Gestapo nachts an die Tür kommt«
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Das Interview-Magazin beinhaltet das vollständige Interview mit Monica Heller sowie historische Fotografien, Hintergrundinformationen zur Familiengeschichte sowie einen Text zu unserer Begegnung.
Die Relevanz unserer Interview-Magazine
Die Interviews, die wir mit den Zeitzeug*innen und ihren Nachkommen führten, veröffentlichen und verkaufen wir als Interview-Magazine. Wir durften 38 Zeitzeug*innen, die den Holocaust überlebt haben, sowie zwei Personen der Nachfolgegenerationen an ihren heutigen Lebensorten besuchen. Dort haben sie uns von ihren persönlichen (Über)Lebensgeschichten erzählt, die wir im Herzen tragen und einfühlsam weitergeben dürfen. Wir übernehmen damit einen Teil der Verantwortung, die Erlebnisse der Zeitzeug*innen »Gegen das Vergessen« zu bewahren. Und wir möchten beitragen »Zum Kennenlernen, Erinnern und Weitergeben« ihrer Geschichten.