Unser Wirkungsbericht 2025: Aus Erinnerung wird Haltung

2025 war für unseren Verein ein Jahr des Wachstums, der Weiterentwicklung und der klaren Haltung. Wir haben mehr als 20.000 Menschen mit unserer Bildungsarbeit erreicht und damit insgesamt über 100.000 Menschen seit unserer Gründung im Jahr 2010.

Besonders im Fokus standen Kinder und Jugendliche: Über 10.500 junge Menschen setzten sich in Workshops, Ausstellungen und Projekten mit den Lebensgeschichten von Holocaust-Überlebenden auseinander und mit der Frage, was Erinnerung heute bedeutet.

Die Ergebnisse unserer Evaluation zeigen, wie wirksam dieser Ansatz ist: 95 Prozent der Teilnehmenden gaben an, nach den Workshops besser zu verstehen, wie das Leben von Juden*Jüdinnen in der NS-Zeit war. 92 Prozent wissen nach den Projekten, dass Antisemitismus nicht nur  Vergangenheit ist, sondern bis heute existiert. Und 80 Prozent möchten die Geschichten als Zweitzeug*innen weitererzählen.

Dabei geht es nicht nur um historisches Wissen, sondern insbesondere darum, junge Menschen zu ermutigen, Haltung zu zeigen und selbst aktiv zu werden: 2025 entstanden so viele eigeninitiierte Hand-Projekte wie noch nie. Darunter waren Stop-Motion-Filme gegen Antisemitismus, kreative Erinnerungsaktionen im öffentlichen Raum, Musikprojekte und Workshops von Jugendlichen für Jugendliche. Insgesamt wurden 32 Projekte von Teilnehmenden umgesetzt.

Im Projekt ›Erinnerung in Bewegung‹ setzten sich Schüler*innen der Werner-von-Siemens-Gesamtschule in Unna kreativ mit den (Über)Lebensgeschichten von Holocaust-Überlebenden auseinander und entwickelten eigene Stop-Motion-Filme gegen das Vergessen und gegen Antisemitismus.
Im Rahmen der ›TalentTage Ruhr‹ fand im BVB-Lernzentrum ein Aktionstag statt, der Erinnerung, Kreativität und Engagement auf einzigartige Weise verband. In verschiedenen Workshops setzten sich die Schüler*innen mit den Geschichten der Zeitzeug*innen auseinander – mit Musik, Kunst und ganz viel Herz.
Schüler*innen des Städtischen Gymnasiums Löhne brachten ihre Botschaften zur Erinnerungskultur auf den Findeisenplatz und machten Erinnerung mitten im öffentlichen Raum sichtbar.

Gleichzeitig zeigte sich, wie wichtig es ist, junge Menschen im Umgang mit aktuellem Antisemitismus zu stärken und ihnen Orientierung zu geben. Vor dem Hintergrund zunehmender antisemitischer Vorfälle und gesellschaftlicher Polarisierung entwickelten wir unsere Bildungsarbeit 2025 konsequent weiter: Teams tauschten sich intensiv aus, reflektierten Methoden und Materialien und überarbeiteten Konzepte sowie Formulierungen und stärkten den Gegenwartsbezug unserer Bildungsangebote. 

Außerdem wuchs auch unsere Erwachsenenbildung deutlich: Mehr als 3.400 Menschen nahmen an Fortbildungen, Workshops und Veranstaltungen teil. Dazu gehörten Lehrkräfte, pädagogische Fachkräfte und Mitarbeitende aus Unternehmen. Sie wirken als Multiplikator*innen und tragen Erinnerungskultur sowie antisemitismuskritische Bildungsarbeit in ihre eigenen Institutionen und Netzwerke weiter. 

Auch unsere Ausstellungen stießen auf großes Interesse. Über 7.500 Besucher*innen kamen in unsere Wander- und Bannerausstellungen. Gleichzeitig gingen wir neue Wege der Erinnerungskultur, etwa mit dem Projekt HOLO-VOICES, das seit Januar 2026 dialogähnliche Begegnungen mit Hologrammen von Holocaust-Überlebenden ermöglicht. 

Unser Wirkungsbericht 2025 zeigt: Erinnerung ist für uns nicht nur Rückblick. Aus Erinnerung wird Haltung, und junge Menschen gestalten sie als Zweitzeug*innen aktiv mit.

Unser Dank gilt allen haupt- und ehrenamtlich Mitwirkenden, Förderpartner*innen, Mitgliedern, Kooperationspartner*innen und Unterstützer*innen, die unsere Arbeit möglich machen.

Jetzt unseren Wirkungsbericht 2025 entdecken

Zahlen, Stimmen aus unseren Projekten und Einblicke in unsere Bildungsarbeit zeigen, wie (junge) Menschen Erinnerung als Zweitzeug*innen aktiv weitertragen und warum antisemitismuskritische Bildungsarbeit heute wichtiger ist denn je. All das steckt in unserem Wirkungsbericht 2025. 

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