HOLO-VOICES: BEGEGNEN • FRAGEN • WEITERSAGEN

Entdecke digitale Zeitzeugnisse, moderne Erinnerungskultur und trete in den virtuellen Dialog mit Zeitzeug*innen des Holocausts!

Das Ausstellungsprojekt HOLO-VOICES (Eröffnung am 27. Januar 2026) ermöglicht mittels modernster KI-Technik eine lebendige Interaktion mit Zeitzeug*innen des Holocausts. Besucher*innen können Fragen stellen und erhalten durch die Technik Natural Language Processing (NLP) passende originale Videoantworten der Zeitzeug*innen.
Damit entsteht ein in Europa bislang einmaliger virtueller Dialog mit Überlebenden des Holocaust.

Aktuelle Daten und Termine

© MKW NRW, Lars Berg
© MKW NRW, Lars Berg

Voraussetzung für diese einzigartige Begegnung mit Hologrammen sind Interviews mit Holocaust-Überlebenden. Das Deutsche Exilarchiv 1933–1945 der Deutschen Nationalbibliothek hat bereits vor einigen Jahren umfassende, mehrtägige Interviews mit den Zeitzeug*innen Dr. Inge Auerbacher (Jahrgang 1934) und Dr. Kurt Salomon Maier (Jahrgang 1930) geführt und aufwendig produziert. Seit September 2023 werden diese Interviews zusammen mit der begleitenden Ausstellung ›Frag nach!‹ in Frankfurt am Main öffentlich präsentiert und können dort interaktiv befragt werden.

© MKW NRW, Lars Berg
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© MKW NRW, Lars Berg
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Die Ausstellung erzählt anhand der Biografien von Inge Auerbacher und Kurt Salomon Maier von Nationalsozialismus, Verfolgung und Exil. Zugleich schlägt sie den Bogen in die Gegenwart – zu Ausgrenzung, Antisemitismus, Migration und Neuanfang heute. Thematisiert wird auch die Entstehung der Zeitzeugen-Interviews als Grundlage der Hologramme sowie die Frage, wie wir künftig erinnern – und wo angesichts von Digitalisierung und KI ethische Grenzen liegen.
Diese Aufnahmen von Inge Auerbacher und Kurt Salomon Maier werden ab 2026 in neuartiger Hologramm-Technik auf Zeche Zollverein gezeigt. 

Weitere Hologramme sind in aktuell in Arbeit.

Der Zeitzeuge Kurt S. Maier während des Interviews im Juli 2021 in einem Studio in Washington, D.C., Foto: DNB/Theresia Biehl
Die Zeitzeugin Inge Auerbacher und die Direktorin des Exilarchivs Sylvia Asmus während des Interviews im Oktober 2022 in einem Studio in New York Foto: DNB/Theresia Biehl

Unter Tage. Unter Zwang. NS-Zwangsarbeit im Ruhrbergbau

Mit dieser Ausstellung blicken wir auf eine Geschichte, die mitten in Nordrhein-Westfalen passiert ist. Tief unter Tage, in den Industrieanlagen des Ruhrgebiets und doch für alle sichtbar.

Die Ausstellung Unter Tage. Unter Zwang. wurde in Kooperation mit dem Ruhr Museum entwickelt und zeigt, wie Zwangsarbeit im Ruhrbergbau funktionierte und was es für die Betroffenen bedeutete. Wir erzählen von Ausgrenzung, Ausbeutung und Gewalt – aber auch davon, dass die Erinnerungen an dieses Leid lange ignoriert wurden.

© MKW NRW, Lars Berg

Wir stellen Fragen, die zum Nachdenken anregen und jede*r für sich beantworten kann. Die Ausstellung richtet sich an Besucher*innen ab 14 Jahren und umfasst unterschiedliche Themen:

  • Menschen in der Zwangsarbeit
    ihre Lebensrealitäten, Schicksale und Erfahrungen.
  • Zwangsarbeit im NS-System
    die systematische Ausbeutung und Unterdrückung während des Nationalsozialismus.
  • Zwangsarbeit im Ruhrbergbau
    die lokale Dimension der Zwangsarbeit in den Zechen des Ruhrgebiets.
  • Aufarbeitung und Verantwortung
    der Umgang mit Verantwortung und Erinnerung ab 1945 bis heute.
© fallefreundig, Christoph Claus
© Bernadette Schendina
© MKW NRW, Lars Berg
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Kostenfreies Vermittlungsprogramm ab Februar 2026

ZWEITZEUGEN setzt ab Februar 2026 ein didaktisches Begleitprogramm für Schulklassen/Jugendgruppen (ab 14 Jahre) und Erwachsene um. Es besteht die Möglichkeit, getrennte oder kombinierte Angebote in den Ausstellungen Unter Tage. Unter Zwang. und HOLO-VOICES wahrzunehmen. 

Besondere Zusatzformate (Vorträge, Diskussionen) sind in Planung. 

Workshops und Führungen

Workshops und Führungen können über die offizielle Projektwebsite angefragt werden. Wir freuen uns sehr über die zahlreichen Anfragen, die uns erreichen und bitten um Geduld bei der Bearbeitung. Vielen Dank!

holo-voices.de

Öffentlichen Führungen

Einmal pro Monat bieten wir kostenfreie Führungen für Erwachsene durch die beiden Ausstellungen an.

Termine 2026

  • 21. Februar
  • 21. März
  • 25. April
  • 23. Mai
  • 20. Juni
  • 18. Juli
  • 22. August
  • 24. Oktober
  • 21. November
  • 19. Dezember

Informationen zu unseren öffentlichen Führungen

11.00–12.00 Uhr
Führung durch ›Unter Tage. Unter Zwang. NS-Zwangsarbeit im Ruhrbergbau.‹

12.15–13.15 Uhr
Führung zu den holografischen Zeitzeugnissen

Pro Führung können bis zu 30 Personen teilnehmen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, rechtzeitiges Erscheinen ist empfohlen. Im Anschluss an die Führung können die Ausstellungen auch selbstständig erkundet werden.

Ihre Ansprechpartnerin

Ariane Olek

Bereichsleitung Ausstellungen

a.olek@zweitzeugen.de
Telefon: 0178 2046859 • 0221 42364913

Projektträger

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